Kämpfelbacher Bauhof zimmerte Insektenhotels

Macht sich gut in der Landschaft, das Insektenhotel am Geh- und Radweg zwischen Ersingen und Bilfingen. Bei der Aufstellung dabei (von links) Bauhofleiter Marco Naß, Bürgermeister Udo Kleiner und die Baumeister Sascha Fuchs und Joachim Sebastian.

 

Den Nützlingen in unserer Natur- und Gartenlandschaft eine komfortable und nachwuchsfördernde Unterkunft zu bieten, dies steckt hinter der Idee vom „Insektenhotel“. Wenn die dort lebenden Insekten schließlich zahlreich vorhanden sind, dann können sie sich bei der Bestäubung der Blüten und der Schädlingsbekämpfung außerordentlich nützlich machen. Durch die intensive Bewirtschaftung der Acker- und Wiesenlandschaft und die dichter werdende Bebauung werden die Möglichkeiten für die Nist- und Bruträume der kleinen Tiere immer weniger.

„Dass dies besser wird, dafür wollen wir einen kleinen Beitrag leisten“, sagte Bürgermeister Udo Kleiner bei der Aufstellung der ersten beiden etwa zwei Meter breiten überdachten Insektenhotel-Wände durch den Gemeindebauhof. Sie stehen in sonniger Lage, und zwar eine in der Nähe des Fuß- und Radweges von Ersingen nach Bilfingen bei der Sportanlage des Turnervereins Ersingen. Das zweite Insektenhotel steht am Ortsende von Ersingen an der Wilferdinger Straße bei den Krautgärten. So kann das Leben an den Insektenwohnungen auch gut von den Fußwegen aus beobachtet werden.

Hergestellt wurden die handwerklich perfekten Bauten durch die  Bauhofmitarbeiter Sascha Fuchs, zuständig quasi für die „Rohbau- und Zimmerarbeiten“, sowie Joachim Sebastian, der sich um den „Innenausbau“ kümmerte. Apropos Innenausbau: Die 16 neben- und untereinanderliegenden Wohnungen sind recht unterschiedlich gestaltet. Ziegelsteine, Tannenzapfen, Hobelspäne, Stroh, Schilfrohr und Hölzer mit Bohrlöchern bieten den verschiedenen Wildbienenarten, Wespen, Marienkäfern, Florfliegen, Ohrwürmern und Schmetterlingen Unterschlupf und Schutz gegenüber ihren Fressfeinden. Das sind meist die Vögel. Eine Suite mit einem größer gebohrten Flugloch ist den Hummeln vorbehalten.

 

Glückwunsch und Dank: Bürgermeister Udo Kleiner (links) und Bauhofmitarbeiter Joachim Sebastian.

 

Bürgermeister Kleiner hatte auch noch eine Wohltat für die Spaziergänger parat. Bauhofleiter Marco Naß erhielt den Auftrag, in der Nähe der beiden Insektenhotels Sitzbänke zum Ausruhe und Verweilen aufzustellen.

Eine Überraschung hatte der Rathauschef für den dienstältesten Bauhofmitarbeiter mitgebracht. Kleiner dankte Joachim Sebastian mit einem Weinpräsent für seinen fachmännischen und tüchtigen Einsatz im Bauhofgeschehen. Am 1. April war er genau 33 Jahre im Dienst der Gemeinde. 

Text und Foto: Schott