Service bei Enzkreis-Zulassungsstellen weiter verbessert

Der Enzkreis hat den Service für die Kundschaft seiner Kfz-Zulassungsstellen in Pforzheim und Mühlacker weiter digitalisiert und damit verbessert. „Wir setzen beispielsweise ab sofort zusätzlich zur manuellen Erfassung der Daten zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung die Luca-App ein“, erläutert Ordnungsdezernent Dr. Daniel Sailer. Wer die Zulassungsstelle in Pforzheim oder in Mühlacker betrete, könne dort einen QR-Code einscannen, sich beim Verlassen der Räumlichkeiten wieder ausloggen und so automatisch eine Art Kontakt-Tagebuch führen.

Ebenfalls ein QR-Code kommt bei der neuen Aufruf-Anlage zum Einsatz. Damit können Kunden in Echtzeit ihre Warteposition auf dem Handy ablesen und sehen, wann sie an der Reihe sind. „Statt sich in die Warteschlange zu stellen, kann man solange einen Spaziergang oder Erledigungen machen und sich erst kurz vor dem Aufruf wieder im Wartebereich vor der Zulassungsstelle einfinden“, beschreibt der Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes, Oliver Müller, die Vorteile des neuen Systems. „Wir haben schon einige sehr positive Rückmeldungen von unserer Kundschaft bekommen. Gerade bei voraussichtlich längeren Wartezeiten wird dieses neue Angebot gerne angenommen.“

Wie die Experten betonen, ist es bei den Dienststellen in Pforzheim und Mühlacker zwar möglich, auch ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeizukommen. Allerdings kann es aktuell ohne Termin zu längeren Wartezeiten kommen, sagt Müller. Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden und die Abstandsgebote und Hygienevorschriften einhalten zu können, rät er daher dringend dazu, sich vorab online über die Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de einen Termin zu reservieren. „Auch hier ist übrigens ein neues digitales System im Einsatz, das bislang sehr gut funktioniert und die internen Abläufe vereinfacht“, betont Dr. Daniel Sailer.

Allerdings sei es aktuell schwierig, eine gute Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu finden. So seien im Moment in Pforzheim und Mühlacker alle verfügbaren Termine für Privatpersonen für die nächsten 14 Tage ausgebucht. „Wir verstehen, wenn das zu Unmut führt. Aber wir tun, was wir können, um unserer Kundschaft selbst unter Corona-Bedingungen möglichst viele Termine anzubieten.“

Der große Bedarf an Zulassungen hängt auch mit der seit Jahren stetigen Zunahme des Kraftfahrzeug-Bestandes im Enzkreis zusammen. Nach einem Anstieg von rund 20 Prozent in den vergangenen Jahren und fast zwei Prozent allein im vergangenen Jahr geht die Zulassungsbehörde im Moment von einem Bestand von fast 190.000 Fahrzeugen aus. „Rein statistisch gesehen kommt also auf fast jeden Einwohner des Enzkreises ein Fahrzeug“, wie Landrat Rosenau feststellt. „Und auch wenn der Infektionsschutz natürlich verschiedentlich Einschränkungen erforderlich machte, es mitunter zu längeren Wartezeiten kam und auch künftig kommen wird, waren unsere Zulassungsstellen anders als viele andere im Land seit Beginn der Pandemie durchgehend für unsere Kundschaft geöffnet und der Service erreichbar“, so der Kreischef abschließend.

(enz)