Ersinger Rathaus wurde außen saniert – wieder ein Blickfang in der Ersinger Ortsmitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sanierte Rathaus ist wieder ein Blickfang in der Ersinger Ortsmitte. Bürgermeister Udo Kleiner (rechts) und Projektleiter Christoph Waizenegger (Dritter von rechts) bei einer Baubesprechung wegen der Außenanlagen.

 

Kaum wiederzuerkennen ist das Ersinger Rathaus. Es strahlt tatsächlich „im neuen Glanz“ und passt wieder als Blickfang in die Ortsmitte. An der Fassade des an zwei Durchgangsstraßen gelegenen Verwaltungsgebäudes nagte der Zahn der Zeit. Sie war wirklich nicht mehr repräsentabel. Ihre Sanierung wurde daher noch im vergangenen Jahr vom Gemeinderat beschlossen und zusammen mit der Dacherneuerung in den Haushaltsplan 2017 aufgenommen. Das Büro Morlock Architekten aus Königsbach-Stein plante und leitete die jetzt abgeschlossen Sanierungsmaßnahmen in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt.

Wie Projektleiter Christoph Waizenegger beim Vororttermin erläuterte, wurde die Ziegelabdeckung und die Lattung des Walmdaches entfernt. Nach einer energetischen Nachdämmung erfolgte die Dacheindeckung wieder mit denkmalgerechten Biberschwanzziegeln. Der Glockenturm darauf hat vor allem beim Einläuten der Hexenverbrennung nach dem Spruch des Femegerichtes am Fastnachtsdienstag eine besondere Bedeutung. Beschädigte Hölzer wurden hier ersetzt und der Turm bekam einen neuen Anstrich.

An der Außenfassade musste der alte Putz komplett abgeschlagen werden. Die Flächen wurden neu verputzt und in einem hellen Farbton gestrichen. Als Blickfang sind die Tür- und Fenstereinfassungen aus Sandstein optisch besonders wirksam. Eigentlich sollten diese Sandsteinteile der Außenfassade mittels Trockeneis-Strahlarbeiten aufgefrischt werden. Wie Architekt Frank Morlock schon im Frühjahr dem Gemeinderat berichtete, sind damals keine im Preis akzeptablen Angebote eingegangen. Wegen der deutlich überhöhten Preisvorstellungen von Fachfirmen musste die Ausschreibung aufgehoben werden.

Mit dem Segen des Denkmalamtes ist das Problem mit einem Spezialfarbanstrich (Leimfarbe auf Silikatanstrich) im passenden Sandsteinfarbton gelöst worden. Dieser Anstrich soll mindestens 20 Jahre auf dem Gesims halten. Der Bauhof gestaltete die Außenanlagen und die Parkplätze nach dem Entwurf von Landschaftsarchitekt Etienne Cappoen neu. Angebracht wird noch ein neues Vordach. Auch die Beleuchtung beim Rathaus wird neu installiert. Auf rund 190.000 Euro werden die Kosten der noch nicht abgerechneten Baumaßnahme geschätzt.

Text und Foto: Schott