Pressetext zur Gemeinderatssitzung vom 3. Dezember 2016

Gemeinderat und Bürger informierten sich auf dem Bilfinger Friedhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf diesem Grabfeld nördlich der Johannes-Kirche könnte eine gärtnergepflegte Grabanlage für Urnen- und Erdbestattung entstehen. Bürger und Gemeinderäte fanden diese Idee beim Ortstermin gut.

 

Die Nachfrage aus der Bevölkerung nach neuen Bestattungsmöglichkeiten war für den Gemeinderat Kämpfelbach Anlass, zusammen mit interessierten Bürgern den Bilfinger Friedhof zu besichtigen. Erster Besichtigungsort war der kürzlich fertiggestellte, von Garten- und Landschaftsarchitekt Etienne Cappoen geplante, Urnenhof II, der ein größeres Urnengrabfeld abschließt. Auf dem vom Gemeindebauhof erstellten Fundament wurden für knapp 60.000 Euro 48 Urnenwand-Kammern in zwei einander rechtwinklig zugewandten Urnenwänden aufgebaut. Wie Jürgen Simon vom Friedhofsamt sagte, war dringender Bedarf gegeben, da der erste Urnenhof aus dem Jahr 2005 bereits belegt ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der neuen Urnenwandanlage (im Hintergrund) können 48 Urnen bestattet werden. Im Vordergrund ein neueres traditionelles Urnengrabfeld, das von Angehörigen gepflegt wird.

 

Bürgermeister Udo Kleiner berichtet, dass mehrere Anregungen von Bürgern zu künftigen Bestattungsformen eingegangen sind. Es bestehe der Wunsch nach der Schaffung von Rasengräbern für Sargbestattungen oder von gärtnergepflegten Grabanlagen für Sarg- und Urnenbestattungen. Wer sich um die Pflege ihrer Gräber kümmert, wenn Angehörige nicht vorhanden sind oder weiter weg wohnen, diese Frage beschäftige die älteren Mitbürger. Auch akzeptable Grabpflegekosten sind ihnen ein Anliegen, sagte Kleiner. Wie bereits in Ersingen fertig geplant, könnte auch auf dem Bilfinger Friedhof in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner ein gärtnerisch gepflegtes Grabfeld angelegt werden. Der geeignete Standort im Friedhofsteil nördlich der als Friedhofskapelle genutzten Johannes-Kirche wurde ebenfalls besichtigt. Christof Hilligardt, Friedhofsgärtner und Aufsichtsratsmitglied bei der Genossenschaft, erläuterte dabei die Vorplanung mit 50 Urnengräbern, zwölf Urnengemeinschaftsgräbern und zwölf Gräbern für die Erdbestattung. Eine geschwungene Weganlage und ein zentraler Baum würde die Anlage strukturieren. Diese Planungsidee gefiel allen Anwesenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Rasengrabfeld könnte auf diesem mit einer Heckenumrandung versehenen bisher unbelegten Grabfeld (im Vordergrund) angelegt werden.

 

Etwas nördlich davon wurde beim Ortstermin ein noch leeres Grabfeld für gut befunden, um dort dem Bürgerwunsch nach Rasengräbern entsprechen zu können. Allerdings mussten Bürgermeister Udo Kleiner und Christof Hilligardt darauf hinweisen, dass die Pflege einer Rasengrabanlage erfahrungsgemäß kostenaufwendig sei und in die entsprechenden Friedhofsgebühren eingerechnet werden müssen. Der Gemeinderat wird sich im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen über die beim Vor-Ort-Termin vorgestellten Möglichkeiten beraten und entscheiden. 

Text und Fotos: Schott