Neue Bestattungsform auf dem Ersinger Friedhof

Erste gärtnergepflegte Grabanlage für Sarg- und Urnenbestattung wurde ihrer Bestimmung übergeben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Hanglage des Ersinger Friedhofes ist eine ansprechende parkähnlich gestaltete gärtnergepflegte Grabanlage für Sarg- und Urnenbestattungen entstanden. Lobende Worte zu deren Gestaltung kamen von den Teilnehmern bei der offiziellen Übergabe. Vorne links die Urnengemeinschaftsgrabanlage unterm Seidenbaum.

 

In der Hanglage des Ersinger Friedhofes wurde östlich des Ehrenmals die erste gärtnergepflegte Grabanlage ihrer Bestimmung übergeben. Bürgermeister Udo Kleiner wies darauf hin, dass der Wunsch nach einer solchen alternativen Bestattungsform bereits 2015 von Bürgern an die Verwaltung herangetragen wurde. Der Gemeinderat habe dies bei einer Ortsbesichtigung befürwortet.
So plante Landschaftsarchitekt Etienne Cappoen 2016 diese Gemeinschaftsgrabanlage in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit Sitz in Karlsruhe. Das neue ansprechend gegliederte Gräberfeld bietet Möglichkeiten für die Bestattung in Erd- und Urnengräbern sowie die Urnenbeisetzung unter einem Seidenbaum. Die Genossenschaft ließ die Anlage von der Firma Garten-und Landschaftsbau Monika Hottinger, Königsbach-Stein, anlegen.
Die Friedhofsgärtnerei Christof Hilligardt, Pforzheim, gestaltete die der sonnigen Lage angepasste Bepflanzung und übernimmt auch auf Dauer die Pflege der Gräber und der gesamten Gemeinschaftsanlagen. Damit werden die Hinterbliebenen über die Liegezeit der Gräber hinweg vollständig von der Grabpflege entlastet. Die Grabmale, auf denen später noch die Namen der Verstorbenen verewigt werden, hat die Steinmetzfirma Albert aufgestellt.
Ein Ersinger Bürger, der nicht genannt werden will, stiftete für den zentralen Platz der Kranzablage eine Madonnen-Skulptur.
Wie Thorsten Baege, der geschäftsführende Vorstand der Friedhofsgärtner-Genossenschaft erläutert, wird beim Graberwerb ein Dauergrabpflegevertrag mit der Genossenschaft abgeschlossen. In dem dafür zu zahlenden Kostenbeitrag sind die Grabanlage, die Dauergrabpflege, das Grabmal und dessen Beschriftung enthalten.
Bei der Sargbestattung mit einer Ruhezeit von 25 Jahren sind das 5.900 Euro. Für die Urnengrabstätte mit einer Ruhezeit von 15 Jahren kostet die Dauergrabpflege 4.400 Euro und bei der Urnenbeisetzung am Seidenbaum sind 2.800 Euro zu bezahlen. Dazu kommen die Gebühren der Gemeinde für die Grabnutzung, die von der Kämpfelbacher Friedhofsverwaltung gesondert erhoben werden.

Text und Foto: Schott