Kämpfelbacher Wasserversorgungsbetrieb rund um die Uhr einsatzfähig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer Einsatzbereit ist der Kämpfelbacher Wasserversorgungsbetrieb mit dem neuen Werkstattwagen. Bürgermeister Udo Kleiner (rechts) übergab den Fahrzeugschlüssel an Wassermeister Jürgen Wessinger, auch mit einem großen Lob an die gesamte Bauhofmannschaft.

 

 

Was ist die wichtigste technische Einrichtung bei der Gemeinde Kämpfelbach? Bei der Beantwortung kommt man neben Feuerwehr und Malteser-Einsatzdienst um den Begriff „Eigenbetrieb Wasserversorgung“ nicht herum. So sehen das auch Bürgermeister Udo Kleiner und der Gemeinderat. Um das nicht mehr betriebstüchtige bisherige Einsatzfahrzeug für die Wasserversorgung zu ersetzen, wurden kurzfristig 30.000 Euro für eine Neuanschaffung zur Verfügung gestellt. 

Der neue VW T 6 Transporter hat Allrad-Antrieb und ist damit wintertüchtig, was vor allem zum Erreichen der Wasserhochbehälter bei Eis und Schnee wichtig ist. Hinter der Fahrerkabine haben die wichtigsten Einsatzwerkzeuge in einem speziell eingebauten Regalsystem mit Fächern und Kofferschubladen Platz. Dazu gehören vor allem die Abhörgerätschaften, um Wasserrohrbrüche orten zu können. Absperrmaterial zur Verkehrssicherung muss ebenso schnellstens bei der Hand sein, wie die Verbindungsarmaturen zum Einrichten einer Notwasserversorgung für ein Gebäude oder einen Straßenzug. Dies gilt auch für das notwendige Kleinmaterial, wie Dichtungen und Schrauben. 

Zuständig für den Betrieb der Kämpfelbacher Wasserversorgung ist seit diesem Jahr Jürgen Wessinger als Nachfolger des langjährigen Wassermeisters Klaus Vielsack. Daniel Kobold ist sein Stellvertreter. Hinter den beiden steht der Gemeindebauhof mit seinen neun Mitarbeitern unter der Leitung von Marco Naß. Der Bauhof ist mit seinem Bagger oder auch mit Pickel und Schaufel sofort einsatzbereit, wenn ein Wasserrohrbruch aufzugraben und nach seiner Reparatur wieder zu verfüllen und die Straßenoberfläche in Ordnung zu bringen ist. Damit kann der Wasserverlust auf einem niedrigen Niveau gehalten werden, was beim Bezug von Bodenseewasser auch von finanzieller Bedeutung ist. Waren es im vergangenen Jahr 17 Wasserrohrbrüche, so sind es bis Mai dieses Jahres schon 12 Rohrbrüche gewesen, vor allem während der Frostperiode. 

Ein Problem bei der Ersinger Wasserversorgung stellt die lange Trockenheit dar. Die Ersinger Tiefbrunnen liefern deutlich weniger Wasser als normal. Auch die aktuellen Regengüsse haben am niedrigen Pegelstand der Brunnen nichts geändert. Beispielweise schüttet der Tiefbrunnen I statt 10 Liter/Sekunde nur noch 6 Liter/Sekunde. Das kann den Pumpen schaden, da sie auf eine höhere Normalleistung ausgerichtet sind. Wassermangel herrscht aber in Kämpfelbach nicht, versichert Wassermeister Wessinger. Kämpfelbach mit seinen 6.300 Einwohner braucht jährlich etwa 260.000 Kubikmeter Trinkwasser. Bilfingen wird voll mit Bodenseewasser versorgt. Ersingen hat noch 52 Prozent Eigenwasser. Durch den Bezug von mehr Bodenseewasser kann also der Eigenwasserengpass problemlos ausgeglichen werden.

Text und Foto: Schott