Ortsteil Bilfingen

Die Bilfinger Wallfahrtskirche lag lange Zeit ein gutes Stück außerhalb des Dorfes, was außergewöhnlich war. Sie wurde auf einer künstlichen Anhöhe erbaut, die an einer Wegkreuzung lag. Das deutet auf ein vorchristliches Wegeheiligtum hin, auf dessen Fundamenten die Kirche erbaut wurde. Die ältesten Teile der Kirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück.
Bilfingen, im Mittelpunkt die Alte Katholische Kirche
Bilfingen, im Mittelpunkt die Alte Katholische Kirche

Das bedeutet aber nicht, dass nicht vorher schon ein Kirchenbau aus Holz auf dieser Stelle bestand, zumal im Jahre 1647 ein Grab in der Kirche geöffnet wurde, auf dessen Grabplatte stand: Im Jahre des Herrn 1258. Der heilige Merwinius, des heiligen Gallus Gefährte (Genosse), und der selige Diakon Compoldus, der Gründer dieser Kirche, sind hier bestattet. Der heilige Gallus gründete 612 das Kloster St. Gallen. Wenn Merwinius sein Gefährte war, lebte er zur gleichen Zeit. Wie er zur Grablege nach Bilfingen kam verschweigt die Geschichte.

Bilfingen hatte lange Zeit als Wallfahrtsort zum Gnadenbild „Unserer lieben Frau mit dem Kindlein“ Bedeutung. Sehenswert ist auch die Kelter im Weinbrennerstil und die vielen in neuester Zeit wieder restaurierten Fachwerkhäuser.